pic_180px_cannabis>> substanz

Cannabis ist weltweit die am meisten konsumierte illegale Droge. Die Substanz wird aus der Hanfpflanze (Cannabis sativa) hergestellt. Haschisch (Harz der weiblichen Blüten: „Shit/Dope“) und Marihuana (Blütenblätter, Stängel und Blätter: „Gras“) sind die geläufigsten Zubereitungsformen. Der stärkste psychoaktive Wirkstoff ist Tetrahydrocannabinol (THC). Cannabis kann pur oder mit Tabak gemischt als Joint, Stick und mit Pfeifen verschiedener Art geraucht werden. Außerdem können Cannabis-Produkte gegessen oder getrunken werden. THC kann abhängig von Konsumdauer und -menge bis zu 8 Wochen im Urin nachgewiesen werden.

>> wirkung

Beim Rauchen tritt die Wirkung nach wenigen Minuten ein; beim Verzehr dauert es bis zu 2 h. Die Wirkung ist nicht nur von Ausgangsstoff, Menge und Konsumart abhängig, sondern v.a. auch von deiner Stimmung und Umgebung. Nach max. 3 h ist von der Wirkung allerdings nichts mehr spürbar.

>> psychische reaktion

Geringe Mengen: Heiterkeit (Lachflashs), Euphorie, gesteigerte Kontaktfähigkeit, Kreativität, körperliches Wohlbefinden, Gelassenheit. Hohe Dosierungen: Wahrnehmungsveränderungen (intensivere akustische und optische Reize), verminderter Antrieb. Logisches Denken, Zeiterleben und Konzentration sind vermindert. Die Stimmung ist zumeist niedergedrückt, es können Unruhe und Angstzustände auftreten. Bei unerfahrenen KonsumentInnen kann der Gebrauch Panikreaktionen hervorrufen.

>> körperliche reaktion

Trockener Mund, „rote Augen“, erweiterte Pupillen, gesteigerter Appetit, niedriger Blutdruck und geringe Körpertemperatur, erhöhte Herzfrequenz. Bei Überdosierung/Erstkonsum sind Übelkeit, Erbrechen, Halluzinationen, Angstzustände, Herzrasen und Kreislaufprobleme möglich.

>> risiken

Das Lungenkrebsrisiko ist erhöht, da beim Joint-Rauchen mehr krebserregende Stoffe aufgenommen werden. Bei übermäßigem Rauchen können Asthma oder Bronchitis entstehen. Hierbei ist allerdings nicht eindeutig belegt, ob die Schädigungen der Atemwege durch den Tabak- oder den THC-Gebrauch hervorgerufen werden. Überdosierung: Wenn Cannabis gegessen oder getrunken wird, sind Dosierung und Rausch schwerer abschätzbar. Es kann also schnell zu Überdosierungen kommen. Die körperliche Abhängigkeit ist eher gering ausgeprägt. Cannabis besitzt dagegen ein psychisches Abhängigkeitspotential. Massiver Langzeitgebrauch kann die Leistungsfähigkeit einschränken und zur Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses führen. Beim Absetzen können Entzugserscheinungen wie z.B. Schwitzen, Unruhe und Schlafstörungen auftreten. Der Cannabiskonsum kann im Zusammenhang mit Psychosen und Schizophrenien stehen. Darüber hinaus können rauschähnliche Wahrnehmungsstörungen (sog. Flashbacks) auftreten. Als soziale Folge entwickelt sich oftmals der Rückzug aus Beziehungen bis hin zur kompletten Isolation oder das Leben in einer Subkultur. Vernachlässigung von wichtigen Alltagspflichten wie Arbeit, Lernen, Termine wahrnehmen. Schwangere können durch den Konsum ihr Ungeborenes in der Entwicklung massiv schädigen.

>> mischkonsum

THC + Alkohol: verstärkte Einschränkung des Denkens und der Reaktionsfähigkeit. THC + Amphetamine: extreme Kreislaufbelastung. THC + Ecstasy: Kreislaufprobleme bis hin zur Ohnmacht möglich. THC + Kokain/Nachtschattengewächse: THC verstärkt die Wirkung, steigende Herzfrequenz und erhöhter Blutdruck.

Es kann zu weiteren Wechselwirkungen mit hier nicht genannten Substanzen kommen.

>> safer use

Wenn du nicht vollständig mit dem Konsum aufhören kannst, so versuche zumindest weniger zu konsumieren. Verwende beim Rauchen am besten Zigarettenfilter. Durch das Nutzen eines Vaporizers kannst du außerdem das Inhalieren schädlicher Stoffe verringern. Meide den Mischkonsum. Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen sollten Cannabis nicht gebrauchen. Beobachte dich und dein Konsumverhalten frühzeitig. Lass die Substanz nicht über deinen Alltag bestimmen. Cannabis schränkt die Fahrtauglichkeit ein. Beim Nachgewiesenen Konsum im Straßenverkehr droht der Führerscheinverlust und/oder eine MPU kann angeordnet werden.

>> was tun im notfall?

Wirke bei Angst- und Panikreaktionen beruhigend auf die Person ein! Für eine angenehme Umgebung sorgen und bei der Person bleiben. Den Rettungsdienst rufen! Bei Überdosierung und Kreislaufproblemen: Wasser, hohe Vitamin-C-Dosen (z.B. Orangensaft) und Zucker (z.B. Obst, Cola) helfen.

Diese Informationen sind keine Anleitung zum Drogenkonsum. Cannabis unterliegt dem BtmG. Besitz, Erwerb und Handel sind strafbar.

 

 

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